THE INTERVIEW IN|DEEDS: Ron Miller + 360° STUDIO VISIT

Prolog

Ron Miller ist das Berliner Artist Duo Marcus Klüh und Ronny Kindt. Marcus und Ronny, stellt Euch vor, wir würden uns zu diesem Interview persönlich treffen. Wo sprechen wir zusammen?

Wir sitzen in unserem kleinen, aber feinen Atelier in den Heynhöfen, einem gewerblichen Hof-Ensemble für die Kreativwirtschaft in Berlin Pankow. Die Höfe existieren bereits seit der letzten Jahrhundertwende und wurden in typischer Backstein-Architektur erbaut. In unserem Eck-Atelier herrscht kreatives Chaos, schließlich verbringen wir hier einen Großteil unserer Abende. Werkzeuge, Materialien und Farben sind daher immer griffbereit.

Ronny: Ich war schon immer ein Gast in den Heynhöfen, weil hier ein Freund von mir arbeitet. Ich war sofort in diesen Ort verliebt und habe immer gehofft, dass hier irgendwann ein Raum frei wird! Damals habe ich noch gar nicht an unsere Kunst gedacht, ich wollte einfach einen inspirierenden Raum zum Herumexperimentieren haben. Die Heynhöfe sind eigentlich eine alte Stuhlmanufaktur, alles ist schön ruhig – es ist ein Ort, der uns an unsere Heimat erinnert. Irgendwann gab es endlich eine freie Mietfläche, die unser jetziges Atelier wurde.

DEEDS WORLD - RON MILLER Portrait - 2020

Portrait, RON MILLER, 2020

Vielleicht sitzen wir an Eurem Lieblingsplatz?

Ronny: Natürlich sitzen wir an unserem Lieblingsplatz: zwei alte Stühle aus der ehemaligen DDR von Erich Honecker. 😊 Und die Bank da drüben haben wir nachträglich bearbeitet, sie ist eigentlich nicht so alt, wie sie aussieht. Im Atelier wurde viel angepasst, damit alles genau unseren Wünschen entspricht.

Woher kommt Ihr, wo seid Ihr wann geboren?

Aus der Uckermark, einem 3.000 Seelendorf. Dort sind wir beide geboren und auch aufgewachsen.

Wie und wo lebt und arbeitet Ihr derzeit?

Arbeiten=Berlin, Landflucht/Leben=Brandenburg

Welche Stationen und Menschen haben Euch geprägt?

Ronny: Meine Inspiration ist ganz klar El Bocho. Ich war damals mit dem Interior Design in einer Wohnung an der Spree beschäftigt, wo ich ein riesiges Poster von El Bocho entdeckte. Ich begann dann zu recherchieren, wer dieser Typ ist und was er eigentlich alles macht. Er ist der einzige Künstler, von dem ich regelmäßig Bilder kaufe und ich liebe was er tut! Dass ich mein Idol zufälligerweise kennengelernt habe, freut mich umso mehr – wir wollen mal gemeinsam etwas machen! Marcus, deine Inspiration musst du selbst auswählen.

Marcus: Also eigentlich alles, ich habe keine feste Muse, aber El Bocho liebe ich natürlich auch. Vor ein paar Jahren war ich zur Ausstellung von ihm und habe ihn und seine Werke das erste Mal gesehen.

Ronny: Du hast einmal gesagt, dass dich Berlin inspiriert: die ganze Vielfalt, die Menschen, die Offenheit.

Marcus: Ja! Ich mag am liebsten Berlin Mitte sowie Prenzlauer Berg, aber der ganze Osten ist spannend.

DEEDS WORLD - RON MILLER Finger Series II - 2020

RON MILLER, Finger Series I, 2020, Ausschnitt

Wann ließ welches Ereignis oder welche Entwicklung aus den Freunden das Künstler-Duo werden? Welche Erfahrungen habt Ihr während dieses Prozesses gemacht?

Ronny: Als Marcus Berlin verlassen hat und in die Schweiz gezogen ist, habe ich seinen Haushalt aufgelöst und bin in den Besitz seiner Bilder gekommen. Dadurch ist tatsächlich meine Leidenschaft fürs Malen zurückgekommen. Nach Marcus’ Rückkehr aus der Schweiz, haben wir begonnen nachts gemeinsam zu malen. Das war der Beginn unserer Kunst. Nach zwei bis drei Abenden saßen wir an der Spree, haben ein Bierchen getrunken und uns entschieden  zusammen etwas zu machen, was uns beide glücklich macht.

Welche Schriftsteller*innen und Bücher finden sich in Euren Bücherregalen? Welche Bücher haben Euch beeinflusst oder geprägt?

Ronny und Marcus: Wir machen mit Büchern Kunstwerke! 😊

Ronny: Wir lesen viel, wenn wir uns mit einem neuen Thema beschäftigen. Als wir z.B eine Mode-Serie gemacht haben, haben wir uns intensiv mit der gesamten zeitgenössischen Modegeschichte befasst und alle möglichen Modedesigner herausgesucht.

Welche Musik hört Ihr und wann?

Ronny: Komplett unterschiedliche!

Marcus: Bei uns ist das Phänomen wie folgt: Je aggressiver die Musik ist, desto mehr fahre ich runter und mache die feinsten Pinselstriche. Seine Musik (zeigt zu Ronny) ist eher gechillter, die macht mich wiederum total unruhig.

Ronny: Unsere Geschmäcker sind in dieser Hinsicht völlig konträr, wir haben keine Mitte, keine Musik, die wir beide hören.

Marcus: Doch, ein Set haben wir von DJ Solomun!

Ronny: Stimmt! Aber generell, hörst du harte Musik und ich eher langsame und ruhige.

DEEDS WORLD - RON MILLER Smoke Geisha - 2017

RON MILLER, Smoke Geisha, 2017, Acryl on canvas, varnish (Teil des Christmas Art Sale)

Wenn Ihr etwas für uns kochen würdet, was wäre es? Was esst Ihr am liebsten? Und was haltet Ihr vom Frühstücken?

Ronny und Marcus lachen beide.

Ronny zu Marcus: Du bist der absoluter Frühstücker!

Marcus: Also, ich esse gerne gemütlich und entspannt, Brunchen ist super! Ronny auf der anderen Seite isst seinen Joghurt oder seinen Donut und ist fertig. Aber wenn Ronny Geburtstag hat, dann kocht er mit voller Euphorie und macht seine berühmten Spaghetti Bolognese, die jeder liebt. Ich hingegen koche alles Mögliche, z. B. Rehrücken und grille auch oft.

Welchen Sport oder Ausgleich betreibt Ihr?

Ronny zu Marcus: Du machst jedes halbe Jahr für 5 Minuten Sport.

Marcus: …und es reicht bei mir doch!

Ronny: …und ich mache zwei Mal pro Woche 5 Minuten Sport 😊

Marcus: Bevor ich Sport machen, trinke ich erstmal ein Käffchen. Sobald die erste Schweißperle kommt, stelle ich mir vor, dass meine Muskel anfangen zu weinen, was mir im Herzen wehtut (lacht). So viel zum Sport 😊

Ronny: Er spricht mehr, als er Sport macht. Er ist ein theoretischer Sportler.

Habt Ihr besondere Leidenschaften, für die Ihr brennt, und wenn ja, welche?

Marcus: Ich fahre sehr gerne Motorrad und kann damit komplett abschalten.

Ronny: Und wir machen beide sehr gerne Kunst. Punkt.

Marcus: Ja.

Verfügt Ihr über Persönlichkeitsmerkmale, die Euch ausmachen, besondere Wesenszüge, einen Fetisch, typische Eigenarten?

Ronny (zeigt mit dem Finger zu Marcus): Er ist ordentlich, ich der Unordentliche. Er pünktlich, ich unpünktlich, er vergesslich, ich nicht. Er organisiert, ich unorganisiert (lacht).

Ronny: Tendenziell bin ich eher der konzeptuelle Typ und Marcus ist der Macher.

Marcus: Bei der Gestaltung von Kunstwerken mag ich gerne das Ausprobieren und Austesten, welche Materialien passen am besten, was funktioniert miteinander gut usw.

Gibt es ein aktuelles Anliegen, das Ihr mit uns teilen möchtet oder vermisst Ihr eine Frage, die Ihr gerne beantworten würdet?

Beide: Nein.

Interview

Zu Beginn erzählt uns bitte in ein paar Sätzen Eure künstlerische Vita.

Ronny: Die Rückkehr von Marcus aus der Schweiz war letztendlich auch der Beginn unserer künstlerischen Vita. Denn kurz danach kam bereits unsere erste Ausstellung (2017), bei der wir noch viel herumexperimentiert haben. Das Prägendste war die Teilnahme an der Wandelism in 2018. Wir wurden gefragt, ob wir dort einen ganzen Raum gestalten können, nämlich den Toilettenraum und habe uns dann eine sehr raumgreifende und ausgefallene Installation überlegt. Dabei haben wir gemerkt, dass wir mit unseren Arbeiten Erfolg haben können! Die Anerkennung von Außen hat uns einen Push gegeben, mehr zu tun. Dann kamen die ersten Käufer, die unser Proof-of-Concept waren. Gerade in den letzten zwei Jahren hat sich viel getan und wir wurden wesentlich professioneller.

Wichtige Ausstellungen & Projekte: Vogue Fashion’s Night Out, Berlin (2017); GQ Men of the Year Award, Berlin (2017); Pop Up Exhibition, Frankfurt am Main (2018); Monumenta, Leipzig (2018); Wandelism, Berlin (2018); Mad & Bed Ausstellung, Berlin (2019), Salone del Mobile, Mailaind (2019); Alchemic Body, London (2020); Venice International Art Fair, Venedig (2020); Art Monaco, Monaco (2020); ARTMUC, München (2020).

DEEDS WORLD - RON MILLER Monumenta Leipzig Installation - 2018

RON MILLER, Monumenta Leipzig Installation, 2018

Zwei Sätze zu Eurem aktuellen Projekt bzw. der kommenden Ausstellung.

Ronny: Gerade freuen wir uns sehr auf New York, dafür arbeiten wir aktuell richtig aktiv. Im Kreativ-Store Showfields zeigen wir eine Koffer-Installation. Außerdem haben wir Ende November unseren Christmas Art Sale gestartet, bei welchem wir ausgewählte Kunstwerke anbieten und 30% der Erlöse für wohltätige Zwecke spenden. Ende Oktober waren wir bei der ARTMUC, was richtig geil war! Wir haben sehr gutes Feedback von den Menschen auf der Messe bekommen. Zurzeit kann man noch unsere europäischen Superheldinnen direkt am Berliner Alexanderplatz im Rahmen des A-FENCE Projektes sehen. Im nächsten Jahr werden dann auch weitere Heldinnen-Werke in Mailand ausgestellt.

Worüber macht Ihr Euch zurzeit am meisten Gedanken; was beschäftigt Euch?

Ronny: Natürlich ist Corona auch bei uns ein großes Thema und damit verbunden viele offene Fragen: Wo können wir unsere Arbeiten demnächst präsentieren? Was passiert in den nächsten zwei bis drei Monaten? Welche Ausstellungsflächen bleiben, um Kunst zu zeigen? Wie wird sich der Kunstmarkt verändern? Mir geht es prinzipiell momentan nicht um das Schaffen der Kunst, sondern wie die Zukunft der Kunst aussieht.

Wie seid Ihr zur Kunst gekommen? Warum Kunst?

Ronny: Wenn ich näher darüber nachdenke, ist der künstlerische Schaffensprozess für mich wie ein Zwang. Ich muss malen, ich muss einfach, es ist wie das Atmen. Wenn ich einen Monat lang nicht male, werde ich irre. Ob die Kunst sofort gezeigt wird oder nicht, spielt anfangs zunächst keine so große Rolle, obwohl es natürlich immer grandios ist, die Reaktion des Publikums hautnah zu erleben.

Marcus: Mir hat es schon immer Spaß gemacht, originelle Dinge zu gestalten. Unsere langjährige Freundschaft und gemeinsame Abenteuerlust waren zudem ein großer Antrieb bei unserem künstlerischen Schaffen. Wenn man Spaß bei der Arbeit hat, kommen die Ideen von alleine und so haben sich eben auch die ersten Ausstellungen und Projekte ergeben.

Was macht Euch aktuell glücklich? Was macht Euch aktuell Angst?

Marcus: Am glücklichsten sind wir, wenn wir im Atelier arbeiten können.

Ronny: Offene Fragen, die uns im Zusammenhang mit Corona beschäftigen, bereiten uns natürlich auch Sorgen. Wenn wir keine Plattform haben, um unsere Kunst zu zeigen, dann gibt es auch kein Publikum und ohne Publikum, kommen weniger Käufer. Das ist eine logische Schlussfolgerung, aber wir sind optimistisch und freuen uns auf die bevorstehenden internationalen Ausstellungsprojekte.

Glaubt Ihr, dass Kunst eine gesellschaftliche Verantwortung trägt? Und was denkt Ihr, was sie bewirken kann?

Ronny: Natürlich hat Kunst eine gesellschaftliche Verantwortung. Ein Künstler hat meistens zwei Tendenzen: Entweder möchte er etwas über sich selbst ausdrücken, also was ihn besonders macht, oder er möchte etwas kritisieren und mit seiner Kunst etwas hinterfragen. Das hängt davon ab, in welcher Phase sich der Künstler befindet und in welchem Gemütszustand.

DEEDS WORLD - RON MILLER Stripe Geisha - 2017

RON MILLER, Stripe Geisha, 2017, Acryl on canvas, varnish (Teil des Christmas Art Sale)

Was macht Eure Kunst aus? Worum geht es in Euren Werken – was sind die zentralen Themen?

Marcus: Die Geisha ist das etablierte Motiv in unserer Kunst bisher.

Ronny: Das Abbild der Geisha ist der Anfang von Allem für uns. Sie taucht in unseren Bildern in diversen Szenarien auf und bringt unseren Motiven eine figürliche Darstellung. Wir beginnen in unseren Werken immer zuerst den Kopf der Geisha zu skizzieren, dieser ist in 90% unserer Arbeiten gleich. Das Geisha-Gesicht ist dabei stets anonymisiert, mit immer derselben Mimik, von daher wird es austauschbar und die eigentliche Geschichte wird vom Rest des Bildes erzählt. In letzter Zeit wurde unsere Geisha-Gestalt immer reduzierter und andere Bildthemen sind dadurch in den Vordergrund gerückt. Wir entwickeln unsere Motivik gerade immens weiter. Ganz aktuell sind unsere Finger-Darstellungen hinzukommen, die wir zum ersten Mal auf der ARTMUC gezeigt haben.

Marcus: Zudem arbeiten wir viel mit dem Slogan “FUCK FAME”, der eine ironische Referenz zur in der Gesellschaft herrschenden Obsession mit Ruhm ist.

Wie schützt Ihr Euch in der heutigen Zeit vor zu viel Inspiration?

Inspiration braucht keine Grenzen oder Schutz, sie ist endlos 🙂

Wie viel in Euren Arbeiten ist vorher geplant – wie viel entsteht intuitiv?

Ronny: Früher haben wir viel aus dem “Lass uns machen”-Modus gearbeitet – da haben wir uns meistens auf unsere intuitive Vorstellung verlassen. Jetzt arbeiten wir wesentlich konzeptioneller und planen mehr im Voraus. 

Marcus: Damals war das Schwierigste vorab unsere Ideen zu beschreiben, denn wir sind schließlich ein Künstlerkollektiv – zwei Künstler ein Werk – und jeder Künstler hat seine eigene Meinung, Vorstellung, Gedankenwelt und Inspiration.

Was soll Eure Kunst beim Betrachter bewirken?

Ronny: Der Betrachter soll für eine Weile seine eigene Welt vergessen und in unsere Bildwelt eintauchen, in der wir unsere alltäglichen Eindrücke und Emotionen erfahrbar machen. Was wir sehen, sind unsere Projektionen – was der Betrachter sieht, sind letztendlich auch seine eigenen Gefühle und Gedanken.

Was sind Eure (nächsten) Ziele?

Ronny: Diesen Winter sind wir viel mit der Vorbereitung internationaler Messen und Ausstellungsprojekte für das kommende Jahr beschäftigt. Perspektivisch würden wir gerne weiter im außereuropäischen Ausland Fuß fassen. Unsere Projekte in New York oder Istanbul sind ein guter Start, aber es geht natürlich immer noch mehr.

Wie steht Ihr zum Thema Glauben? Habt Ihr Glaubensgrundsätze oder gibt es einen Leitspruch?

FUCK FAME.

DEEDS WORLD - RON MILLER Trip Series I - 2019

RON MILLER, Trip Series I, 2019, acryl on canvas, varnish, plastic

Welches Projekt würdet Ihr gerne noch realisieren, wenn fehlende Zeit, mangelnder Mut oder finanzielle Ressourcen keine Rolle spielen würden?

Ronny: Eine große Installation im Rahmen der Art Basel wäre ein absoluter Traum. Das muss nicht direkt auf der Art Basel sein, aber zumindest während der Messezeit in der Stadt. Wir freuen uns also auf entsprechende Angebote. 😉 

Was sind aus Eurer Sicht Attribute für gute Kunst?

Ronny: Kunst kann man zwar mit jeder Menge Attributen beschreiben, aber man muss sie im Grunde erfahren. Dabei gibt es kein “gut” oder “schlecht”  .

Welche Möglichkeiten ergeben sich aus Eurer Sicht durch Street Art im Vergleich zur „klassischen“ Kunst? Was macht für Euch das Besondere oder den Reiz der Street Art aus?

Street Art ist herrlich unelitär und benötigt keine teuren Galerieräume oder dergleichen. Die Straße ist die Galerie, so dass jeder es sehen kann – ohne Ticket, Dresscode oder Kontakte.

Wir bezeichnen unsere Kunst als Urban Concept Art, denn wir lassen uns von unseren urbanen Eindrücken inspirieren, arbeiten aber stets mit einem konzeptuellen Ansatz, den wir vorab gemeinsam erarbeiten.

Wird man als Künstler*in geboren? Oder ist ein Kunststudium aus Eurer Sicht Pflicht?

Ronny: Kunst ist eine Leidenschaft, die man im Laufe des Lebens entwickelt und auslebt.

DEEDS WORLD - RON MILLER Wandelism Installation - 2018

RON MILLER, Wandelism Installation, 2018

Wem zeigt Ihr ein neues Werk zuerst?

Ronny: Wir zeigen uns zunächst gegenseitig ein neues Werk. 😊 Dann sagt einer von uns beiden: jetzt ist es fertig oder eben nicht. Diese Rolle wechselt immer.

Wie sieht die erste Stunde Eures Tages aus?

Ronny: Ich stehe spät auf, weil ich ein Morgenmuffel bin, nehme mir zwei Donuts und ein Red Bull und fahre mit dem Motorrad zum Atelier, wo ich frei sein kann.

Marcus: Ich bin totaler Frühaufsteher. Ich trinke ein Espresso, rauche dazu eine Zigarette und fahre dann ebenfalls mit dem Motorrad zum Atelier. Bei der Fahrt und beim Kunstschaffen fühle ich mich immer frei!

Social-Media – aus Eurer Sicht Segen oder Fluch?

Für uns ist Social Media ein Segen, denn so können wir direkt mit unseren Follower weltweit in Kontakt treten und sie über unsere neuesten Aktivitäten auf dem Laufenden halten. Aber wir nutzen Social Media natürlich auch zum Netzwerken, insbesondere Instagram, und sind so bereits auf viele spannende Kontakte und Projekte gestoßen. Ohne Social Media wäre das niemals möglich gewesen.

Epilog

Ron Miller hat Ende November 2020 einen Christmas Art Sale gestartet, bei dem ausgewählte Arbeiten angeboten und 30 % für wohltätige Zwecke gespendet werden. Mehr unter diesem Link.

Im Juni 2020 verwandelten die Street Art-Künstler Ron Miller einen rund 240 Meter langen Bauzaun am Berliner Alexanderplatz in eine Leinwand für ihre Arbeiten und schufen damit eines der größten Street Art-Kunstwerke der Stadt. Initiator des Projekts “A-FENCE” war das Europäische Immobilienunternehmen Covivio, das auf dem Grundstück neben dem Hotel Park Inn, welches auch zum Unternehmensportfolio gehört, ein Hochhaus plant. Ron Miller hat sich in diesem Projekt künstlerisch mit dem Thema “Wir sind Europa” auseinandergesetzt.

www.instagram.com/ronmillerart

www.facebook.com/ronmillerart

www.saatchiart.com/account/artworks


In Zeiten von Corona, in denen Reisen, Atelierbesuche und persönliche Kontakte unangebracht oder sogar unmöglich sind, bleibt das schriftliche Interview ein wichtiges Medium, um Künstlerpersönlichkeiten vorzustellen, um ihre Botschaften zu verbreiten und um mit Kunstliebhabern in Kontakt zu bleiben. Die Interviews werden von der Redaktion nicht redigiert oder gekürzt und stets im O-Ton wiedergegeben. Daher nehmen wir auch keine Übersetzung des Interviews in Englische bzw. Deutsche vor, es sei den, diese wird seitens des/der Interviewten eingereicht.

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