THE DEED | DAS WERK: Simone Haack

Die in Berlin lebende und arbeitende Malerin Simone Haack spricht im Rahmen ihres Interviews über die zentrale Botschaft ihres künstlerischen Werks.

DEEDS WORLD - Interview Simone Haack - Le Sommeil 2021 - Foto Lea Gryze

Le Sommeil, 2021, 90 x 100 cm, Öl auf Baumwolle, Foto Lea Gryze

Simone, was macht Deine Kunst aus? Bitte beschreibe das Kernthema und die zentrale Botschaft Deines Werks.

In meinen Zeichnungen und Malereien befasse ich mich mit dem Bild des Menschen und beleuchte vor allem die Themen Identität und Individualität. Dabei geht es mir nicht um die Darstellung konkreter Personen -Porträts im eigentlichen Sinne- sondern um die Entwicklung zeitloser, suggestiv-fiktiver Bildnisse, die den Menschen in seiner physischen und psychischen Existenz zeigen, für mich „Fiktionale Porträts“.

ART at Berlin - Courtesy of Koeppe Contemporary - Simone Haack 2018

Cherry Blossom Girl, 2019, 90 x 165 cm, Öl auf Baumwolle, Foto Lea Gryze

Mich reizt der Mensch als Wesen, mit und in seiner Umwelt, mit seinen Instinkten, Bedürfnissen, Emotionen und Beziehungen – im Verhältnis zu sich selbst, zu seinem Körper, zu Nahrung, zu Raum, zu Kleidung und zu seinen Mitmenschen, und auch zu Tieren. Der tierische Aspekt im Menschen, und der menschliche Aspekt am Tier. Meine Malerei bedient sich dabei den Mitteln des Realismus, ohne dabei „Realität“ abzubilden.

ART at Berlin - Courtesy of Koeppe Contemporary - Simone Haack 2021 - Foto Lea Gryze

Liebesperlen, 2021, 120 x 140 cm, Öl auf Baumwolle, Foto Lea Gryze

Dem Unheimlichen gebe ich dabei genausoviel Raum wie auch dem Absurden, der Ironie und dem Humor, denn mir ist eine Ambivalenz im Bildausdruck wichtig.

DEEDS WORLD - Interview Simone Haack - Konspirative Sitzung 2021 - Foto Lea Gryze

Konspirative Sitzung, 2021, 80 x 120 cm, Öl auf Baumwolle, Foto Lea Gryze 

„Auf dem Gebiet der Empfindungen unterscheidet sich das Wirkliche nicht vom Eingebildeten.“ Andre Gide

Stelle uns die Arbeit vor, die aus Deiner Sicht exemplarisch für die Botschaft Ihres Werks steht, oder diese aus Ihrer Sicht am besten verkörpert.

Ich habe keine konkreten Botschaften, meine Bilder sind im Idealfall ambivalent und mehrdeutig lesbar. Sie erschließen sich als sinnliche Erfahrungen, Betrachter brauchen keine zusätzliche Information. Ich möchte nichts vorgeben und eine möglichst große Freiheit in der Rezeption ermöglichen. Um was es mir geht, habe ich ja schon oben angedeutet, mein Bild „Vier“ (2013, 170 x 120 cm, Öl auf Baumwolle) bringt vieles davon auf den Punkt.

DEEDS WORLD - Interview Simone Haack - Vier 2013 - Foto Lea Gryze

Vier, 2013, 170 x 120 cm, Öl auf Baumwolle, Foto Lea Gryze

Was ist das Ziel Deiner Kunst, Deines Werks – was soll es beim Betrachter bewirken?

In irgendeiner Form emotional andocken.


Die Frage nach THE DEED | DAS WERK ist ein ergänzender und separat präsentierter Teil des THE INTERVIEW IN|DEEDS mit Simone Haack.

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