Sound meets sculpture | Neues Museum | United we stream Festival | 26.07.2020

Sound meets sculpture: Das Ägyptische Museum und DUAT Records unterstützen die Initiative „United We Stream“ als Teil des United We Stream Festivals mit Konzert- und DJ-Session im Neuen Museum. Das von verschiedenen Kulturschaffenden initiierte internationale Live-Streaming-Angebot „United We Stream“ hat es sich mit regelmäßigen Übertragungen von Musik- und DJ-Auftritten zum Ziel gemacht, die von der Corona-Pandemie besonders betroffene Club- und Konzertszene mit außergewöhnlichen Formaten nachhaltig zu unterstützen. Aus diesem Grund haben das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin und das Berliner Label DUAT Records die Musiker*innen und DJs Amin Fallaha, Minco, Lisa Morgenstern, Acid Pauli, Lyra von Rose und VALENTIN eingeladen, das Neue Museum zu bespielen. Der Stream ist am 26. Juli 2020 von 14 bis 19 Uhr kostenfrei unter folgendem Link per Stream verfügbar: unitedwestream.berlin/.

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Amin Fallaha im Ägyptischen Hof des Neuen Museums © DUAT Records / Pujan Shakupa

„Die Kooperation mit United We Stream und den jungen ambitionierten Musikerinnen und Musikern ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art“, so Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung. „Wir hoffen auf eine fruchtbare Fortsetzung dieser Zusammenarbeit, die die altägyptische Kultur im Neuen Museum in einem neuen, überraschenden und faszinierenden Blickwinkel zur Geltung bringt.“ Ruede Hagelstein, Mitbegründer von DUAT Records, ergänzt: „Unser Label wurde maßgeblich von der altägyptischen Mythologie inspiriert. Es ist uns daher eine besondere Ehre, die Kulturschätze des Ägyptischen Museums mit spannenden musikalischen Acts zu verbinden.“

Das 2017 in Berlin gegründete Label DUAT Records, dessen Name sich auf die altägyptische Unterwelt bezieht, verbindet zeitgenössische elektronische Musik mit einer längst vergangenen Kultur, von der heute keinerlei klangliche Überlieferungen existieren. Aus dem Interesse einer möglichst genauen Geschichtsbetrachtung und Verwendung von Begriffen hat das Label den Kontakt zum Museum schon vor längerer Zeit gesucht. Das Streaming Projekt bietet nun die Möglichkeit, diesen Ansatz noch zu intensivieren. Im Vordergrund der Kooperation stehen nicht nur die musikalischen Darbietungen in ausgewählten Räumen des Neuen Museums; zwischen den einzelnen Acts werden besondere Objekte der Sammlung in einem virtuellen Museumsrundgang in den Fokus gerückt. Auf diese Weise ergibt sich eine wunderbare Symbiose aus Konzert- und Museumsbesuch, der zu jeder Zeit an jedem Ort der Welt begangen werden kann.

Den Anfang des Streaming-Events macht die deutsch-bulgarische Pianistin, Sängerin und Komponistin Lisa Morgenstern mit einem 30-minütigen Open-Air-Auftritt im Kolonnadenhof der Museumsinsel Berlin. Die Tochter zweier Orchestermusiker veröffentlichte kürzlich ihr aktuelles Album „Chameleon“, das auf dunkle Romantik und atmosphärische Inszenierung setzt.

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Lisa Morgenstern © Miguel Murrieta Vásquez

In der stimmungsvollen Atmosphäre zwischen den Herrscherstatuen des Pharao-Raums präsentiert Lyra von Rose ihr Konzert. Die in Südkorea geborene, lange in Kanada wohnende und 2019 nach Berlin gezogene Sängerin und Pianistin greift in ihren intimen Songs bevorzugt auf klassische Instrumentierung zurück.

Amin Fallaha ist Berliner DJ und Mitbegründer von DUAT Records. Der Sohn einer ägyptischen Mutter und eines syrischen Vaters interessiert sich von Kindesbeinen an für altägyptische Mythologie. Sein stilistisch zwischen Techno und folkloristischen angehauchten Musikelementen changierendes DJ-Set findet im Ägyptischen Hof des Neuen Museums inmitten altägyptischer Steinsarkophage und umrahmt von altägyptischen Totenbuchpapyri statt.

Im zentralen Raum des Neuen Museums, der berühmten Treppenhalle, spielt die in Berlin lebende Musikerin Minco eines ihrer eklektischen Sets, die unter anderem durch das Erbe ihrer afrikanischen Wurzeln beeinflusst sind. Mit ihren gefeierten Auftritten tourt die ausgebildete Tänzerin, deren künstlerischer Ausdruck die Bewegung in den Mittelpunkt stellt, durch Europa, Afrika, Amerika und den Nahen Osten.

1990 in Heidelberg in eine Musikerfamilie hineingeboren, begann Hannah Valentin bereits im Alter von drei Jahren, sich musikalisch zu betätigen. Seit 2017 hat sich die in Berlin lebende Musikerin, Gründerin und Malerin als VALENTIN der elektronischen Musik verschrieben. Vor kurzem hat sie ihre mit 15 Jahren diagnostizierte Krankheit Multiple Sklerose öffentlich gemacht, möchte zur Aufklärung ihren Teil beitragen und gerade für junge Menschen mit MS ein Vorbild sein. Ebenso wie Minco wird sie die große Treppenhalle des Neuen Museums bespielen.

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VALENTIN © Rachel Colless

Der aus Bayern stammende Martin Gretschmann fing Anfang der 1990er-Jahre an, als Bassist in diversen Independent-Bands zu spielen, während er sich gleichzeitig für die Entwicklung der elektronischen Musik interessierte und diesen Bereich als Acid Pauli seit 20 Jahren erforscht. Sein Live-Set präsentiert er zwischen den Herrscherstatuen des Pharao-Raums.

Die Initiative United We Stream veranstaltet während der coronabedingten Schließung von Clubs und Konzerthäusern weltweit Gigs und DJ-Sets an besonderen Orten, die via Stream international verfügbar sind. Für die Berliner Szene legt das Team von DUAT Records dafür besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Zusammenführung von klassischer Kultur und Subkultur, was die besondere Vernetzung Berliner Kultureinrichtungen unterstreicht und gerade in der aktuellen Situation ein klares Signal für Solidarität und Zusammenhalt bedeutet. Als weitere Berliner Austragungsorte für „United We Stream“ konnten neben dem Neuen Museum unter anderem der Botanische Garten Berlin, der ehemalige Flughafen Tempelhof sowie Monopol Berlin gewonnen werden.

Der Stream aus dem Neuen Museum ist am Sonntag, 26. Juli, von 19 bis 24 Uhr auf Arte Concerts unter https://www.arte.tv/de/videos/RC-019297/united-we-stream/ zu sehen und wird von den Staatlichen Museen zu Berlin, DUAT Records, United We Stream, Arte sowie allen Acts auf ihren Webpräsenzen und sozialen Plattformen geteilt. Auf der Facebook-Seite des Neuen Museums beispielsweise können die Zuschauer*innen live kommentieren und in den direkten Dialog treten. Auch im Anschluss bleibt der Stream auf ARTE.tv verfügbar.

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