Joe Ramirez | The Gold Projections | Pierre Boulez Saal | 02.08.-31.08.2019

An fünf Wochenenden im August wird der Pierre Boulez Saal zum Schauplatz für The Gold Projections, einer Installation des amerikanischen Künstlers Joe Ramirez. Während der Sommerpause vor Beginn der Saison verwandelt sich Berlins neuer Konzertsaal so in einen Ort der Stille, an dem dieses außergewöhnliche Projekt seine immersive Wirkung entfalten kann.

ART at Berlin - Pierre Boulez Saal - The Gold Projections - Joe Ramirez

Joe Ramirez – The Gold Projections

Inspiriert von Frank Gehrys ersten Entwürfen für die Architektur des Pierre Boulez Saals, bestehen die Gold Projections aus zwei menschengroßen goldenen Scheiben, die einander im elliptischen Raum gegenüber hängen und Malerei und Bewegtbild zu einer faszinierenden visuellen und sinnlichen Erfahrung verbinden. Im Dunklen erwacht die Oberfläche der von Ramirez in Handarbeit hergestellten und mit Hilfe einer traditionellen Renaissance-Technik vergoldeten Holzscheiben zum Leben: Hochauflösende Projektionen, die Traumbilder, Visionen und Erinnerungen reflektieren, laden das Publikum zu einer einzigartigen Reise ein. Im Rahmen der Installation werden die beiden von Ramirez produzierten Filme Vermilion und Somnium gezeigt.

„Stille ist für Musik das, was Dunkelheit für die Gold Projections ist“, erklärt Ramirez mit Blick auf die Präsentation seines Werks in einem Konzertsaal. „Dieses Moment der Spannung und der Komplementarität zwischen Leere und Fülle ist zentraler Bestandteil eines Kunstwerks ebenso wie der sozialen Inklusion.“

Joe Ramirez – The Gold Projections

Der 1958 in San Francisco geborene Joe Ramirez lebt seit 2007 in Berlin. Er studierte Malerei und Film an der School of the Art Institute of Chicago sowie Bildhauerei am Royal College of Art in London und war zunächst als Freskenmaler tätig. Während der Restauration der Sixtinischen Kapelle im Vatikan hatte er die Gelegenheit, Michelangelos Deckengemälde aus nächster Nähe zu betrachten – ein Erlebnis, das die Entstehung der Gold Projections unmittelbar inspiriert hat. Ausgehend von den Ursprüngen westlicher Malerei (insbesondere Giotto, den flämischen Meistern, El Greco und Goya) und im Dialog mit zeitgenössischen (Licht-)Künstlern wie James Turrell, Robert Irwin und Jim Campbell wendet sich Ramirez’ Arbeit dem Gedanken der Integration und einer „Kunst der Zusammenführung“ zu, die Stille und bewegte Bilder miteinander verschmelzen lässt. In ihrer Verbindung von Tradition und unerforschten Perspektiven laden die Gold Projections im Pierre Boulez Saal zur Entdeckung neuer, unbekannter, innerer und äußerer gesellschaftlicher ebenso wie existentieller Landschaften ein.

“Ramirez’s use of the relationship of light as material, and material as light, grounds his projections within a highly personal and original aesthetic that is best described as an expanded alchemical imagination.”

Mark Gisbourne

“All I know is: there’s nothing like it.”

Wim Wenders

Der Pierre Boulez Saal, gegründet von dem Dirigenten und Pianisten Daniel Barenboim, wurde im März 2017 in Berlin eröffnet. Der von Frank Gehry entworfene Konzertsaal ist Teil der Barenboim-Said Akademie, einem Konservatorium für Musikstudierende vornehmlich aus den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas, und veranstaltet jede Saison mehr als 150 Konzerte. Neben dem klassischen und zeitgenössischen Kammermusik-Repertoire des 18. bis 21. Jahrhunderts nehmen Musik aus der arabischen und persischen Welt, Jazz sowie Konzerte mit Studierenden der Akademie einen wichtigen Platz im Programmangebot ein.

Eine frühere Version der Gold Projections war 2017 im Rahmen der Berlinale zu sehen. Präsentiert vom Pierre Boulez Saal in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).

Joe Ramirez | The Gold Projections

Wo? Pierre Boulez Saal, Französische Straße 33 d, 10117 Berlin-Mitte

WANN? 02.–31. August 2019, geöffnet freitags und samstags von Sonnenuntergang bis 1:00 Uhr

KOSTET? 14 EUR Vorverkauf / 10 EUR Abendkasse, nach Verfügbarkeit / 7 EUR ermäßigt. Maximale Besucherzahl: 200

www.boulezsaal.de

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