Künstler*innen der Galerie Kornfeld zu Gast im Orangerieschloss | Potsdam | 19.09.-11.10.2020

Vom 19. September bis 11. Oktober 2020 werden Arbeiten von vier Künstler*innen der Berliner Galerie Kornfeld in einem besonderen Bauwerk in Potsdam gezeigt: in der östlichen Pflanzenhalle des Orangerieschlosses von Sanssouci. Damit werden die ausnahmslos der Darstellung der vielfältigen Natur gewidmeten Kunstwerke an einem Ort präsentiert, der zum Schutz einer empfindlicheren Natur gebaut wurde, und nun mit neuer „Kunstnatur” zum Leben erweckt wird.

ART at Berlin - Courtesy of Galerie Kornfeld - Hubertus Hamm - 2004

Hubertus Hamm, Blatt 2, 2004, Pigmentprint auf Leinwand, 90 x 140 cm

Die Auseinandersetzung mit der Natur – der vom Menschen gestalteten ebenso wie der wilden, unabhängig vom Menschen existierenden – ist eine wesentliche Motivation für die vier Künstler*innen Franziska Klotz (Malerei), Hubertus Hamm (Fotokunst), Oliver Westerbarkey (Konzeptkunst) und Christopher Lehmpfuhl (Plein Air Malerei). Als aufmerksame und sensible Beobachter*innen unserer Zeit wollen sie mit ihren Werken Diskussionen in Gang bringen und den Status quo in Frage stellen.

Die Präsentation findet im Rahmen des von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg initiierten Forschungsprojekts „Historische Gärten und Gesellschaft. Kultur – Natur – Verantwortung“ statt, das durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird und in Kooperation mit dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, IASS, Potsdam läuft.

Franziska Klotz verbindet eigene Beobachtungen und Empfindungen mit Motiven, die der Bilderflut unserer Medienwelt entnommen sind. Aus diesen verschiedenartigen Eindrücken destilliert sie zeitgenössische Historienbilder. Die Natur erscheint darin als eine Metapher der Menschheit an sich, leidend und Leiden schaffend, schöpferisch und zerstörend zugleich.

ART at Berlin - Courtesy of Galerie Kornfeld - Franziska Klotz - 2011

Franziska Klotz, Rasender Wald, 2011, Öl auf Leinwand, 280 x 210 cm

Hubertus Hamm setzt sich intensiv mit unserer Erfahrung von Raum auseinander. Durch Faltungen, Schnitte oder die Überlagerung mehrerer Bilder entstehen dreidimensionale Bildobjekte, welche die Betrachter in einen Dialog einbinden und zeigen, dass das Bild, das wir uns von der Natur machen, sich deutlich von der realen Natur unterscheidet.

ART at Berlin - Courtesy of Galerie Kornfeld - Hubertus Hamm - 2004

Hubertus Hamm, Blatt 2, 2004, Pigmentprint auf Leinwand, 90 x 140 cm

Oliver Westerbarkey schafft Dioramen aus natürlichen Materialien. Erst der zweite Blick offenbart, wie stark der Künstler die Objekte, die er der Natur entnommen hat, gestaltet und verändert. Seine künstlerische Herangehensweise zeichnet sich durch Infragestellung und Mehrdeutigkeit aus und regt zum Nachdenken über Begriffe wie ‘Natur’ und ‘natürlich’ oder ‘Kunst’ und ‘künstlich” an.

ART at Berlin - Courtesy of Galerie Kornfeld - Oliver Westerbarkey - 2016

Oliver Westerbarkey, Entropia Park, 2016/16, Erde, Steine, Stöcke, Blätter, diverse andere Pflanzenteile, Acryldispersion, Acrylfarbe, Holzpanele, 240 x 485 x 110 cm

Christopher Lehmpfuhl schließlich sucht die körperliche Auseinandersetzung mit der Natur. Bei Wind und Wetter oder strahlendem Sonnenschein geht er mit seinen Leinwänden nach draußen, um seine Motive auf die Leinwand zu bannen. Durch seine Hände verwandelt sich ein Gesamteindruck aus Farben, Lichtmomenten, Lichtstimmungen, Geräuschen, Gerüchen und Gefühlen in Malerei.

ART at Berlin - Courtesy of Galerie Kornfeld - Christopher Lehmpfuhl - 2020

Christopher Lehmpfuhl, Fontäne im Licht, 2020, Aquarell auf Bütten, 30 x 20 cm

WO? Orangerieschloss, An der Orangerie 3-5, 14469 Potsdam

Eröffnung: Samstag, 19. September, 10:00 – 17.30 Uhr

WANN? Samstag, 19. September – Sonntag, 11. Oktober 2020, Di-So 10:00 – 17:30 Uhr

KOSTET? Eintritt frei

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